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Ist der Versicherer klüger als der Kunde? Eine originelle Betrachtungsweise der Forderungsausfall- versicherungen. 18.05.2015

In der klassischen Betrachtungsweise der Forderungsausfallversicherungen, die durch darauf spezialisierte Versicherer angeboten werden, bleibt die Überwachung des Risikos von Zahlungsunfähigkeit der Abnehmer unter der Kontrolle des Versicherers. Er wird den Hauptabnehmern die Limite gewähren, über deren Höhe und evtl. Änderungen während der Geltungsdauer der Police entscheiden und im Falle von Zahlungsausfällen eine gütliche Eintreibung durchführen. Manchmal wird er auch bereits früher die Entscheidung über radikale Maßnahmen wie z.B. Einleitung eines Gerichtsverfahrens, treffen, wenn er feststellt, dass eine gütliche Eintreibung erfolgslos sein wird. Zwar bleiben nicht alle Abnehmer unter der Kontrolle des Versicherers, da bei einem automatischen Limit die Kunden selbst für die Überwachung verantwortlich sind (mehr dazu können Sie auch in einem unserer anderen Beiträge lesen: Die Frage des Kunden: Ich habe eine Police – soll ich jetzt die Abteilung für Forderungsmanagement schließen?).
Für Kunden, deren Struktur der Vertragspartner kumuliert ist und auf einer geringen Anzahl von größeren Vertragspartnern basiert, wird aber der Versicherer in hohem Maße das Risikomanagement im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit der Abnehmer übernehmen. Und was passiert in dem Fall, wenn der Kunde des Versicherers in seinen Strukturen eine eigene ausgebaute Abteilung für Forderungsmanagement besitzt? Eine Abteilung, die für eine ausführliche Bewertung von Vertragspartnern durch eingestellte Fachleute, für die Gewährung den Vertragspartnern der internen Ratings und Kreditlimite aufgrund einer Finanzanalyse und externer Informationen, für eine regelmäßige Aktualisierung der Ratings sowie für eine interne lokale Eintreibung zuständig ist.
Natürlich selbst das Vorhanden einer derart ausgebauten Struktur stellt keine Garantie für eine völlige Sicherheit auf der Seite der Forderungen dar. Insbesondere im Falle von großen Abnehmern ist die Insolvenz eines größeren Unternehmens ausreichend, um die Liquidität des Kunden ins Wanken zu bringen. Es steht also außer Zweifel, dass eine solche Police erforderlich ist. Die intern ausgebaute Struktur des Forderungsmanagements bedarf gewisser Aufwendungen und es stellt sich die Frage, ob der Kunde noch über ein Budget für eine Police der Forderungsausfallversicherung verfügen wird.
Aus diesem Grunde werden auf den Markt Versicherungsangebote eingeführt, die auf den Kundenprozeduren basieren. Dementsprechend braucht der Versicherer keine finanziellen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abteilung für Risikobewertung oder Forderungseinzug zu tragen. Er akzeptiert nur die Prozeduren des Kunden, die dann in die Bedingungen der Forderungsausfallversicherung integriert werden, wodurch sich die Versicherungskosten im Vergleich zu der traditionellen Vorgehensweise senken lassen. Manchmal akzeptiert der Versicherer die Prozeduren des Kunden erst nach deren Modifizierung gemäß seinen eigenen Anmerkungen. Die Lösung ist für Unternehmen bestimmt, die über solide Prozeduren der Forderungsausfallversicherung verfügen.

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